Unsere Ausstattung

Das haben wir nach und nach in unseren Bus eingebaut (zur Ergänzung zu den eher beweglichen nützlichen Dingen):

Matratze

Die graue Alcantara Matratze war mit 169 € ein absolutes Schnäppchen, daher waren wir ziemlich argwöhnisch, wo und wann sich da wohl ein Haken zeigt. In diesem Shop mit dem Knallernamen MA-Carstyle gefunden, hatte ich vorurteilend erstmal Sorge, ob überhaupt geliefert würde, aber sie wurde sowohl pünktlich zugestellt, als auch entsprach sie der Beschreibung und leistet uns nächtlich beste Dienste. Tagsüber natürlich auch, denn umbauen tun wir möglichst nie. Was aber easy gehen würde, denn die Matratze ist dreiteilig klappbar und durch die Verjüngung im hinteren Teil hat sie im Kofferraum in der Breite gut Platz. Ein Klettüberschlag verhindert, dass man in die vordere Klappspalte rutscht (wenn ihr das Bild anschaut, wisst ihr eventuell, was ich meine ;) liegt am Zickzackfalz). Die drei Teile sind unterschiedlich dick und gleichen damit die unterschiedliche Höhe der umgeklappten Lehnen bzw. Sitze der Liegefläche aus. Mittlerweile ist sie etwas teurer, kostet jetzt 199 €. Aber dennoch immer noch wesentlich billiger als alle anderen weit verbreiteten Modelle.

Plastikkisten (für unters Bett)

Ich hätte mich gefreut, wenn mir jemand gesagt hätte, welche der tausend Plastikboxen auf dem Markt ich nehmen sollte, um in einem T4 Multivan 3 Stück sowohl nebeneinander als auch hintereinander unters Bett zu kriegen. Aber selbst in T4-Foren war nichts zu finden, die Menschen basteln sich ihre Staufächer lieber krass individuell. Also, für alle, die das gleiche Auto haben und einfach gekaufte Boxen unters Bett schieben, den Platz optimal ausnutzen und nicht selbst bäuchlings alles vermessen und danach auf die Suche in den Baumärkten gehen wollen: Es gibt von Sunware die Boxenserie Q-line in diversen Größen, für die flachere Region in der Mitte des Autos sind diese (25 l) die richtigen, für hinten an der Klappe diese (36 l). Von den flachen passt eine Reihe von 3 nebeneinander, von den höheren bekommt man 2 Reihen à 3 Stück rein. Wir hatten sie im Globus Baumarkt gefunden.

Fahrradträger

Wir hatten ja bereits davon berichtet. Da wir einen für die Anhängerkupplung wollten und die T4-Heckklappe leider bei allen abklappbaren dennoch nicht aufgeht (Klappe zu lang bzw. die Träger nicht 180 Grad klappbar), haben wir darauf geachtet, dass er klein und leicht ist, damit wir ihn schnell auf- und abbauen können und mal eben in den Bus stellen, damit er nicht im Weg umgeht. Nach längerer Recherche haben wir uns also gegen Thule und gegen Paulchen entschieden und den Uebler F22 gekauft.

Küchenblock/modul

Wie in dem Beitrag Anfang August beschrieben, haben wir wegen der Lieferzeit des Kühlschranks 4 Monate auf unseren Küchenblock gewartet. Aber da er etwa zur Hälfte aus eben diesem Kühlschrank besteht, war das leider unvermeidbar. Das Ergebnis war aber das Warten wert, unser maßgefertigtes Teil ist tipptopp verarbeitet und eine Augenweide.

Grundidee des Moduls war, dem Multivan-Gedanken der Flexibilität gerecht zu bleiben. Daher ist der Block so gebaut, dass er mit 4 Schrauben in die Fußleisten einzuklinken und entsprechend auch wieder ausbaubar ist. Sowohl, um ihn mal in einen anderen Bus einzubasteln, als auch um die Einzeldrehsitze (die wir derweilen im Keller horten) wieder einzusetzen. Denn wer weiß, wie lange uns das mit dem Rumfahren Spaß macht.

Inspiriert ist unser Modul vom Modell Oslo von Vanessa, nur in schön und mit guten Geräten, aus Multiplex Birke (15 mm), gewachst. Auf der ausgezogenen Schublade entsteht mittels abnehmbarer Brettauflage der Tisch (an dem gegenüber gesessen wird auf Bett und gedrehtem Beifahrersitz), zudem gibt es einen seitlichen Klapptisch. Unten steckt der Kompressor Kühlschrank CRD-50 von Waeco drin und oben ein Edelstahlwaschbecken mit Glasabdeckung. Hinter dem Fahrersitz sind zwei 12 l Kanister, einmal Frischwasser, einmal Abwasser und die Pumpe untergebracht. Gezahlt haben wir beim Camping Center Forstinning für das Modul 1.850 € plus Kühlschrank, der stolze 1.089 € kostet, sowie für das Einpassen und Einbauen ins Auto (alle Schrägen an Boden und Ausschnitt am Fahrersitz schneiden und schleifen, einfräsen einer Steckerbuchse unterm Fahrersitz, verankern in Fußbodenschienen) nochmal 300 €. Alles in allem kein Schnäppchen, aber sehr gut gearbeitet und das Geld echt wert.

Filztasche zum Anknöpfen

Modell Elle, handmade. Utensilien-Tasche, etwa 40 x 30 x 15 cm, aus 3mm starkem Filz mit 3 Kammern, die wir mit anschraubbaren Druckknöpfen an der Rückseite des Küchenmoduls befestigt haben. Perfekt für den Gaskocher, Kaffee, Espressomaschine und Dinge, die einen Umfang von etwa 20 cm und eine Höhe von 30 cm haben.

Rückfahrkamera

Elle mault, es sei völlig überflüssig, da die blödesten Stellen (die hinteren Ecken links und rechts unten) immer noch nicht sichtbar werden, aber tags kann es helfen (nachts kommt die Kamera an ihre Grenzen).

Batterieladegerät

Damit unsere superteure und echt aufwändig unter den Sitz gezimmerte Zweitbatterie auch Jahrzehnte hält, haben wir uns das Batterieladegerät CTEK MXS 10 dazu geleistet (aufempfehlen lassen).

Spannungswandler und Ladegerät

Um Rechner laden zu können, wenn es keinen Strom von außen gibt oder auch um geschenkte selbst gebastelte Lichterketten erleuchten zu lassen: der Wechselrichter von Waeco. Durch die Sinusspannnung auch für empfindliche Macs geeignet.
Da wir unseren Strom aber doch meist für den Kühlschrank sparen, wenn wir ohne Außenversorgung länger stehen, wird der Rechner mittlerweile per Kfz-Netzteil am Zigarettenanzünder während der Fahrt geladen. Geht wunderbar, dauert auch nur etwa ne Stunde.

Soundsystem

Eigentlich sagt man dem T4 aussichtslose Soundzustände nach, aber nach ein wenig Investition und Nachhilfe sind wir ganz zufrieden. Wir haben das Radio mit CD-Player von Pioneer, den Verstärker von Mosconi (4 x 130 Watt) und die Boxen von German Maestro. Vorher war es wirklich schlimm, aber jetzt – natürlich immer noch abhängig von der Datenquelle, Radio, CD und USB-Stick klingen durchaus unterschiedlich – ein akustisches Vergnügen.

Tisch und Stühle

Zugegebenermaßen bewegliche Dinge, aber sie gehören ja zur Grundausstattung beim Campen. Wir sind sehr glücklich, keinen weißen oder grauen Klapptisch zu haben, sondern diesen honigfarbenen im Packmaß knallklein und in der Falttechnik unerhört gescheiten Bambustisch Wayfarer L von Robens. Zwar hatte sich das erste Modell schon sehr bald verzogen und ließ die Kaffeetassen kippen, aber unser zweiter (anstandslos ausgetauschter) ist bisher brav nahezu plan. Aber wir mögen ja eh mehr die schönen als die praktischen Dinge. Außerdem: verpackt ist keiner kleiner.

Auch bei den Stühlen war das Packmaß entscheidend. Das gute jedoch ist, dass sie in ihrer Bauart die bequemsten waren, zudem der Hersteller Toppprofi aus dem Alubau ist und quasi Erfinder der Klappstangen. Und man kann in die Tasche ne Jacke reinpacken und zack dient sie angeklettet als Kopfkissen. Oder, weiterer Clou: man nimmt sie als kleine Ausflugstasche und klettet sie um den Holm des Fahrrads, siehe hier.

Alarmanlage

So, und damit unsere nun völlig transparent gemachte Ausstattung samt Rambo auch unsere bleibt (immerhin sind wir hier im bösen Internet), die Kampfansage an kriminelle Interessenten: wir haben ne Pekatronic Pekasat Easy mit Bewegungsalarm, Fahrzeugortung, Geschwindigkeitsüberwachung, Mithörfunktion und Stromkreisunterbrechung. Und yes, we know, keinen Anwohner schert das Gebimmel und jeder Profi schaltet es mühelos bereits aus, bevor es losgeht. Deswegen haben wir noch ne Pedalkralle und parken möglichst mit der Heckklappe gegen einen Baum. Und den wirklich funktionierenden Systemausschalter haben wir natürlich auch drin. Und nein, wir sind nicht paranoid. Nur Dirk. Ein bisschen.