Parque de Campismo de Alcácer do Sal – Portugal

Ordentlicher Campingplatz oberhalb der Stadt, den wir aufsuchen, um mal wieder zu duschen. Strom tanken ist als Motiv ja erstaunlicherweise in den Hintergrund getreten, da unsere Zweitbatterie immer den gleichen Ladezustand aufweist – egal, ob wir 1 oder 4 Tage ohne Aufladen unterwegs sind. Was wir nicht als Fehler, sondern als Feature nehmen.

Die Sanitäranlagen sind toll bunt gefliest, zwar leider wieder zugig offen, aber dafür ohne diese gängelnden in Portugal sehr verbreiteten Wasserhähne, auf die man ständig draufhauen muss, damit man länger als 3 Sekunden Wasser hat. Dauerhaft warm ist allerdings Glücksache, Elle hat Glück, Dirk zieht 'ne Niete. 

Eine Schafherde bimmelt beim Einparken vorbei und suggeriert ländliche Umgebung, kann aber leider nicht um die Nähe zur zwar nicht sicht- aber hörbaren Schnellstraße hinwegtäuschen. Sei's drum, wir schlendern noch runter in die Stadt zum Abendessen.

Es gibt Fleisch mit Fleisch und etwas Beilage – das dünn geschnittene Rindfleisch ist eine Spezialität dieses Lokals (Picenha), nur heute Abend leider etwas zäh. (Was die Bedienung fröhlich zum Problem der Fleischqualität erklärt, sprich des Metzgers Angelegenheit, das sei halt Glückssache. Schönes Selbstverständnis.) Die portugiesische Küche hat ja wenig Schi-schi oder Abwechslung, im Grunde gibt es gegrilltes Tier mit Pommes und Salat – so zumindest unsere Erfahrung bislang. Vegetarisch sind die Speisekarten bestückt wie in deutschen Großstädten in den 80ern. Am Besten hält man sich an die knallsüßen Teilchen und Süßspeisen, die sind verlässlich gut.

Am nächsten Tag sehen wir uns in Alcácer mal im Hellen um. Es hat wie in so vielen (selbst in den kleinsten) Orten in Portugal ein-zwei Kastelle oder Burgen (wobei Menge, Größe und Zusammensetzung variieren), mehrere tolle Kirchen (wobei diese hier wirklich herausragend ist), sympathisch marode Straßenzüge, hübsche Häuser, kunstvoll Gefliestes und lustige Läden. Kaufen Käse und Honig und irgendwas mit Pinienkerne in Zucker – die Spezialität der Region. Also die Pinienkerne. Reis, der hier angebaut wird, begegnet uns im Laden leider nicht, sonst hätten wir den auch mitgenommen.

Nun noch eben bei Schwein, Pferd und Storch am Ortsausgang verabschieden und dann auf nach Lissabon! Haben auf die Schnelle was auf Airbnb gebucht, mit Stellplätzen is nix in der City, gleich sind wir da.

1 Kommentar

  1. Panja Gobel sagt: Antworten

    love the loos!

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