Ausgiebiges Herumparken in Tolg

Auf dem Weg schauen wir uns einen weiteren Platz an, der eventuell auch mal genutzt werden könnte, denn wer weiß, welche Perlen wir versäumen, wenn wir immer nur die altbekannten Wege fahren. Wir stellen allerdings fest, dass es keine echte Alternative wird – hübsch, aber nicht gemütlich genug, zu viel Wegesrandambiente.

Die Tage sind wie ein Energie-Aufsaugen-und-Speichern für das, was noch vor uns liegt dieses Jahr. Nicht von allem wissen wir schon, aber das Auflösen des Haushaltes meiner Eltern ist gewiss und wird die Energie auf jeden Fall brauchen. Die anstrengende Phase nach der Hüft-OP meiner Mutter wirkt nach, aber schöne Anlässe stehen bevor, wie der 60. Geburtstag von Martin (weswegen wir extra passend zurückfahren), der 80. Geburtstag von Dirks Mutter in Bad Brückenau, die Nation, das Ammerseefest, die Familienfahrt nach Innsbruck ...

Verrückt, als wir in Tolg ankommen, sind doch tatsächlich mehr als 10 Camper hier – der bisherige Rekord waren 2. Aber es hat ja Platz, wir verdrücken uns auf die Gruppenwiese (mit eigener Spülstation und 3 Grills) ins lauschige Eck und trinken erstmal Abendkaffee. Die lange hellen Tage verschieben völlig den Rhythmus, na egal.

Ein Traum sind die frühen Morgende. Nebel hängt über dem See, das Licht leicht rosa und mild, erste Vögel und Enten machen sich auf den Weg, es ist 4:34.

Ansonsten machen wir so Schwedensachen, Kanu fahren, spazieren, essen, baden im See, baden in Lohmanders, herumliegen. Nach 2 Tagen parken wir nach vorn oben um, nehmen von hier die dritte Perspektive auf den See.

Zur Abfahrt lassen wir uns den selbst gemachten Innenausbau der Nachbarin zeigen, clever, komplex und die Größe ist auch nicht schlecht. Nur die Gewichte würden wir daheim lassen.

Auf dem Schiff erfahren wir, dass Sonjas Vater gestorben ist. Passend dazu zieht der Regen auf und begleitet uns bis daheim.

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