Calp.

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Es ist der Wendepunkt in unserer Reise. Einerseits logistisch – wir wenden uns nun wieder gen Norden, andererseits wird es auch glücklicherweise nirgends mehr so – hm, wie sagen wir es diplomatisch – touristisch effizient wie hier.

Eigentlich könnte es ganz schick und romantisch sein, mit diesem Felsen direkt an der Strandpromenade. Und irgendwie muss das Ganze hier auch mal einen Glanz gehabt haben, wie sonst lässt sich manch ambitionierte Archtitektur in der ersten und dichte Bebauung in der zweiten Reihe erklären? Wie auch immer das mal war, heute ist ein optionaler ehemaliger Glamour definitiv weder zu sehen, noch zu spüren.

Trotz des tristen Wetters schiebt sich eine erkleckliche Zahl Touristen auf und ab, mal wieder Zeit, sich die Frage zu stellen: Wie in aller Welt kommt man darauf, sich hier gezielt und willentlich ein Zimmer zu buchen für mehr als 1 Nacht? Wie kommt es, dass Mengen-Tourismus so verlässlich in hässlicher Architektur mündet, wie kommt es, dass Touristen solche Orte als Ferienziel anerkennen und sich am platzsparenden Zusammenrotten erfreuen, wie können Menschen hier ohne Depression und/oder Suizid den Urlaub überstehen? Antworten nicht zwingend erbeten, rein rhetorisch, ich glaub, ich will das gar nicht wissen.

Dem kommt man nur noch mit Tinto de Verano bei und der gelassenen Gewissheit, dass wir den Ort morgen vergnügt und ohne seelischen Schaden verlassen können. Wir nehmen es als weitere Gesellschafts- und Europastudie und schließen natürlich dennoch mit allen und allem Frieden, denn auch dies gehört zur Vielfalt und Geistesfreiheit, include it, Baby.

Der Stellplatzeintragvollständigkeit halber sei gesagt, dass die Container-Duschen und -Klos einzigartig sauber sind, der Preis fair und der Blick gar nicht soo schlecht ist.

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