Camping Ribamar

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Wir sind gar nicht überzeugt, zu clean, zu gestylt, zu gerade Wege. Und eigentlich war es am benachbarten Leuchtturm doch auch sehr nett. Aber wie auch immer es kommt, irgendwie stehen angenehme Leute auf dem Platz. Nicht auf den ersten Blick, dafür auf den zweiten – ja eigentlich der wichtigere (boah, könnten wir uns jetzt vom ZDF sponsern lassen). Jedenfalls schauen wir erstmal nur zu Fuß alles an und fahren dann ins nahe Peñíscola zum Mittagessen, um Zeit zu gewinnen. Kommen aber tatsächlich zurück, und das, obwohl das Städtchen eine veritable Schockdepression bei Dirk ausgelöst hat – doch dazu später.

Die sehr rechteckige Anlage der Stellplätze ist zwar wirklich kein Garant für Gemütlichkeit, aber alles ist sauber, gut in Schuss und durchdacht, daher gibt es eigentlich nichts zu meckern. Die Duschen und Waschbecken haben normale Hähne, der tägliche Croissants- und Baguette-Bringdienst ist praktisch, der Pool 1a und von niemandem benutzt, die Bibliothek beknackt, aber auch von niemandem benutzt. Hinten raus ist man in 3 Minuten am Meer mit endlosen Wanderwege links und rechts sowie einer reichen Auswahl an Bade- und Rumkletterbuchten.

Der nächste Ort – Alcossebre – ist zu Fuß etwas zähe 30 Minuten entfernt, aber es gibt zwei Routen zur Auswahl, beide allerdings ohne Beleuchtung. Wir nehmen nachts zum Heimweg den meer-fernen Weg, weil wir auf der Kiespiste weniger Stolpermöglichkeiten vermuten, dafür werden wir im mondlosen Dunkel von grunzenden Wildschweinen gegrüßt, die aus dem Wald heraus Stellung beziehen – wir waren wohl gerade auf Höhe des Wasserlochs.

Und wenn man – wie Dirk – zweimal am Tag den Weg in den Ort zurücklegt, wird man sogar mit so exotischen Ereignissen wie einer Autoschau mit ortsansässigem Rockerpublikum belohnt. Seht euch das an:

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