Lagos

Müssen uns mal wieder bewegen (nein, nicht joggen oder so), brechen nachmittags nach Lagos auf. Außerdem muss ich vor dem Wochenende einen Brief aufgeben und das geht in etwas größeren Städten sicher besser und schneller.

Auf dem Weg – tadaaaa – die 6-stellige km-Schnapszahl. (Man bemerke die passende Temperatur dazu.) Glückwunsch, Rambo, und weiter so!

Hotelburgen wie die unten gibt es am Ortsrand etliche (diese hier ist allerdings eine leerstehende), die historische Innenstadt ist aber nett. Allerdings voller Touristen – natürlich, klar – nur haben wir die bisher noch nicht in diesen Mengen erlebt. Vor allem viele Deutsche sind da. Das könnte an den Herbstferien liegen oder daran, dass wir uns bisher weiter im Norden an der Atlantikküste rumgetrieben haben, wo alles noch gemächlicher zugeht. Hier hat es einen Pauschalurlaubflair, der auf Dauer nicht unserer ist. Die vielen Clubs und Bars lassen es im Sommer jedenfalls richtig krachen.

Lagos ist die größte (Hafen)stadt im Westen an der Algarve – früher mal Hauptstadt derselben, jetzt ist es Faro. Die große maurische Festung liegt Gibraltar auf der afrikanischen Seite der Meerenge gegenüber und war seinerzeit Endpunkt von Saharakarawanen. Durch die Afrikafahrten portugiesischer Schiffe gelangten schwarze Sklaven aus Guinea und dem Senegal erstmals in der Neuzeit nach Europa. Lagos erhielt 1444 einen bedeutenden Sklavenmarkt, dessen Gebäude noch heute besteht. Und auch Kolumbus war natürlich mal hier – 1476 geriet er vor Lagos bei einem Piratenüberfall in Seenot und kam dadurch erstmals nach Portugal.

Das Wetter ist wechselhaft, wahrscheinlich ein weiterer Grund für die vielen kauflustigen Touristen – ein Stadtbummel ist dann gemeinhin das Alternativprogramm zu Strand.

Und nun sehen wir auch, welche Produkte die geschälten Korkeichen hervorbringen. Schade drum ...

2 Kommentare

  1. Elisabeth Karsch sagt: Antworten

    ohja, heute trinken wir dann mal einen schwedischen Schnaps von Euch, leider nicht mit Euch (das haben wir im Festtrubel verabsäumt), um 22:22h :-)) und prosten auf Euch in Portugal!

    1. hessenorhelladmin sagt: Antworten

      Oh, blendende Idee! (Wobei die Schnäpse nicht schwedisch sind, sondern hessisch und bayrisch, aber das sind ja nur kleinliche Details.) Prost ihr Lieben, wir nehmen Medronho!

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