In Kromlau am Rhododendronpark

Kurz vor dem Campingplatz Rainwiese, an dem sich Uli und Sibylle niedergelassen hatten, gibt es durch die nahe Grenze zu Deutschland einen neuralgischen Punkt, wo sich nicht nur Länder treffen, sondern Wanderer auf Busse warten, Autofahrer günstig tanken und essen wollen, Hotels und Restaurants auf Kunden hoffen, Menschen auf der Suche nach Billigprodukten sind – und alle entsprechend mit Waren "versorgt" werden.

Wenn man die Rainwiese von der anderen Seite anfährt, muss das sehr anders sein, nämlich idyllisch, leer und naturnah, daher und wegen seiner strategischen Topplage für Wanderungen auf der böhmischen Seite hatten die Beiden diesen Platz gewählt.

Campingplatz Kromlau
Jämlitzer Weg 51e
02953 Gablenz

Wir kommen dummerweise von vorher beschriebener Seite und streng nach der Regel "es gibt keinen zweiten Versuch für einen ersten Eindruck" löst bereits die Hinfahrt vorbei an Schnäppchenständen, Autoschlangen und Wanderergruppen einen klaren Fluchtreflex bei uns aus und wir kehren am vereinbarten Ziel (Sibylle und Uli sind noch wandern) direkt um zur Elbe, um das Dilemma bei einem Kaffee kurz durchzudenken. Mithilfe von Torte beschließen wir, was Ruhiges für die (nächste) gemeinsame Nacht zu suchen und fahren schon mal voraus.

Wir landen am Sandstrand des Jämlitzer Sees, auf dem Campingplatz Kromlau – wieder ein charmanter alter Platz mit speziellen Gebäuden. Wie auch im größten Rhododendronpark Deutschlands direkt nebenan.

Nachdem der angekündigte Sturm gerade aufzieht, kuscheln wir uns unter die Kiefern und freuen uns auf morgen.

Uli und Sibylle fahren am Vormittag vor, Campaufbau, zweites Frühstück, und dann los zum Kulturausflug. Da der Rhododendron im August keine Blütezeit hat, aber das Baugewerbe Urlaub, die Baustellen wiederum noch nicht fertig sind, dafür das Wasser in den Seen abgelassen, zeigt sich der Park nicht von seiner allerbesten Seite, aber der Kuchen war topp. Und der Parkplatz ist ja immerhin schon fertig.

Wir bereiten uns auf einen wunderbar lauen Abend am Sandstrand vor, in unserem kleinen Camp.

Ein bisschen sehr wehmütig treten wir am nächsten Tag den Heimweg an, nach über 5 Wochen. Wir zögern nochmal raus und halten am Halbendorfer See und im Spreewald, leeren das letzte Bier – dann kehren wir heim. Zuhause ist ja auch schön.